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Das Vorhaben

Im Rahmen der Vorplanung werden folgende Varianten planerisch ausgearbeitet und im Rahmen der Umweltverträglichkeitsstudie hinsichtlich ihrer Auswirkung auf die Umwelt untersucht:

Variante 1

Ersatzneubau des Deiches in der bestehenden Trasse. Im Bereich des Festplatzes ist auf einer Länge von ca. 300 m eine Hochwasserschutzwand (Höhe < 1,50 m) vorgesehen.

  • Gesamtlänge 1.240 m.

  • Konstruktion des Deiches entsprechend DIN 19712, beidseitige Schutzstreifen

  • Rad- und Gehweg auf der Krone, dient gleichzeitig als Unterhaltungs- und Deichverteidigungsweg. Befestigungsbreite 3 m und beidseitige Bankette von je 0,75 m.

  • Verlegung des kompletten Leitungsbestandes unter Deich und Schutzstreifen

  • Rückbau des teilweise neu errichteten Deiches

Variante 2

Errichtung einer HWS-Wand in einem Abstand von ca. 6 m zur Hochdruck-Gasleitung im Bereich der wasserseitigen Böschung des Dammes. tragende und dichtende Wand auf einer aufgelösten Bohrpfahlgründung, Option Spundwandlösung wird geprüft.

  • Gesamtlänge 1.240 m.
  • Verlegung der Gasleitung nicht erforderlich
  • ausreichend Platz für kombinierten Rad-/Gehweg sowie Unterhaltungs-/ Verteidigungsweg
  • Bei tief gegründeter HWS-Wand Wiederanpflanzen von Sträuchern sowie Bäumen in zu definierendem Abstand möglich
  • Rückbau des teilweise neu errichteten Deiches

Variante 3

Errichtung einer HWS-Wand analog zu Variante 2, im südlichen Abschnitt Querung der Halle Saale-Schleife und Anbindung an den bereits vorhandenen Deichkörper, der fertig gebaut wird.

  • Gesamtlänge 1.300 m.
  • Verlegung der Gasleitung nicht erforderlich
  • ausreichend Platz für kombinierten Rad-/Gehweg sowie Unterhaltungs-/ Verteidigungsweg
  • Bei tief gegründeter HWS-Wand Wiederanpflanzen von Sträuchern sowie Bäumen in zu definierendem Abstand möglich
  • Kein Rückbau des neuen Deichabschnittes, Erhalt des südlichen Gimritzer Dammes

Variante 4

Neubau einer HWS-Anlage entlang der Halle-Saale-Schleife und Anbindung an den neu gebauten Deich.
(bisher verfolgte Lösung.)

  • Gesamtlänge 1.400 m.
  • Verlegung der Gasleitung nicht erforderlich
  • Halle-Saale-Schleife als Unter-haltungs- / Verteidigungsweg nutzbar
  • Bei tief gegründeter HWS-Wand Wiederanpflanzen von Sträuchern sowie Bäumen in zu definierendem Abstand möglich
  • Kein Rückbau des neuen Deichabschnittes, Erhalt des südlichen Gimritzer Dammes
  • Verlust an Retentionsraum vergleichsweise hoch

Bemessung der Hochwasserschutzanlage

Grundlage der Bemessung ist das BHQ = HQ(100) = 847 m³/s.

Die Oberkante der Hochwasserschutzanlage ergibt sich wie folgt:

OK HWSA = HQ(100) + Freibord, Ansatz Mindestfreibord 0,5 m bei Deichhöhe < 3 m