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Zustand des Altdeiches

Der Gimritzer Damm ist ein historisch gewachsener Deich, der neben seiner ursprünglichen Hochwasserschutzfunktion heute vielfältigen Nutzungen und Interessen unterworfen ist. Er dient als Radweg und Übergang zur Eissporthalle bzw. zum Festplatz und prägt mit seinem teils dichten Baumbewuchs das Erscheinungsbild de Stadtteiles Halle-Neustadt und der angrenzenden Saaleaue.

Der derzeitige Deichkörper ist für ein Hochwasserereignis mit seltener Wiederkehrwahrscheinlichkeit nicht funktions- und standsicher. Die Krone weist kein einheitliches Höhenniveau auf, die Böschungen sind zu steil ausgebildet. Der Deichkörper ist aufgelockert und die starke Durchwurzelung sowie die im Untergrund querenden Leitungen führen zu einer stark erhöhten Durchlässigkeit.

Radweg auf der Dammkrone 

 

Dichter Bewuchs auf der wasserseitigen Böschung 

 


Wie bei den Hochwasserereignissen der jüngeren Vergangenheit offensichtlich wurde, kann der Gimritzer Damm in seinem heutigen Zustand nur schwer verteidigt werden. Die kritischsten Verhältnisse liegen dabei im Abschnitt nördlich der Eissporthalle vor. Hier kommt es aufgrund der vergleichsweise großen Anlagenhöhe und des durchlässigen Dammkörpers zu einer starken Durchströmung und Aufweichung. Weiterhin besteht im Bereich der Eissporthalle eine deutliche Senke, die mit steigendem Wasserstand der Saale zuerst überströmt wird.

Durch die Verteidigung des Deiches im Juni 2013 und die nachfolgende Beräumung der Sandsackaufkadungen wurden zwangsläufig weitere Schäden am Deichkörper verursacht. Die landseitigen Böschungen und der Gehölzbestand wurden beschädigt und teilweise Büsche mit ganzen Wurzelballen ausgerissen.

Sandsackverbau während des Hochwasser 2013

 

Schäden nach der Beräumung 2013

 

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